Liga 
2. Oktober 2016, 18:00
Hertener Löwen 4
Citybasket Gelsenkirchen
65 - 54
1 2 3 4 T
Hertener Löwen 4 12 16 19 18 65
Citybasket Gelsenkirchen 9 17 13 15 54

Spielbericht

Im zweiten Auswärtsspiel der Saison traf CBG heute auf die Hertener Löwen 4. Herten hatte bisher kein Spiel verloren und war aufgrund der Platzierungen der letzten Jahre als sehr stark einzuschätzen. Doch Herten war heute offenbar nicht in Bestbesetzung und einige Leistungsträger fehlten. CBG musste auf Falco Hecht und Sascha Becker verzichten. Zudem waren Farry Gellert und Sascha Sefzig aufgrund von alten Verletzungen nur eingeschränkt einsatzfähig. Dafür konnte CBG endlich wieder auf Elias Sahil zurückgreifen. Der schnelle Guard kehrte nach einem Jahr Oberligaerfahrung wieder zurück nach CBG und bestritt heute sein erstes Spiel nach dem Comeback. Welcome back Elias!

 

Beide Teams starteten mit einer Zonenverteidigung. Herten bewegte sich in der Verteidigung eigentlich nur, wenn Gefahr in der Zone herrschte und lies CBG rund um die Dreierlinie sehr viel Platz. Eigentlich war das heute ein ideales Spiel für die Schützen von CBG. Nach ein bis maximal zwei Pässen war ein Spieler immer frei und hatte einen freien Schuß. Doch heute wollte einfach durch die Bank nichts von außen fallen. Dementsprechend ging Herten zunächst mit 5:0 in Führung bevor Rouven Hecht den ersten Korb für CBG erzielen konnte. Herten suchte im ersten Viertel immer wieder ihren Center unter dem Korb, der von CBG im ersten Viertel aufgrund von leichten Abstimmungsproblemen zu oft zu frei war. Bei einem Rückstand von 12:5 sorgten Chris Heiliger und Raouf Boukert für eine kleine Initialzündung und brachten CBG zum Viertelende noch auf 12:9 ran.

 

Im zweiten Viertel erwischte der Gastgeber den deutlich besseren Start. CBG traf weiterhin absolut gar nichts vorne und lies die Hertener in der Defense zwei mal zu frei an der Dreierlinie stehen. Die Konsequenz war ein 24:10 Rückstand in Spielminute 15. Herten machte das Spiel nun extrem langsam und schien schon jetzt bemüht den Vorsprung zu verwalten. CBG drückte hingegen aufs Gas, verteidigte stark und konnte endlich ein paar Fastbreaks laufen. Hinzu kam ein schöner Offensivrebound von David Winands und einige schöne Aktionen von Elias Sahil und Sascha Sefzig. Herten wirkte platt und CBG schenkte dem Gastgeber einen 2:15 Run ein. Nach der mit Abstand stärksten Phase von CBG gingen beide Teams beim Stand von 28:26 in die Halbzeit.

 

Wer jetzt denkt, man hätte nach dem Seitenwechsel mehr Wurfglück mit dem anderen Korb gehabt, täuscht gewaltig. Zwar konnte CBG das Spiel bis Minute 26 noch sehr ausgeglichen gestalten, doch dannach war wieder offensiv absolute Ebbe. Langsam wich zudem noch das Selbstvertrauen und in einigen Situationen wurde der Ball zu oft unnötig hin- und her gepasst ohne eine Aktion zu nehmen. Man hatte das Gefühl keine traute sich mehr, obwohl die offenen Würfe weiterhin da waren. Herten spielte hingegen routiniert seinen Stiefel runter, nahm erst in den letzten Sekunden der Shotclock seine Aktionen und traf dann selbst die unmöglichsten Würfe. CBG kassierte einen 9:0 Run, wachte dann wieder auf und war zum Ende des dritten Viertels mit 47:39 hinten.

 

Noch war das Spiel nicht gelaufen. Der Gegner kämpfte bereits mit der Kondition und versuchte das Spiel noch langsamer als langsam zu machen. Mit Erfolg. CBG konnte sich zwar noch einige Bälle erkämpfen, diese im Gegenzug aber zu selten in Punkte verwandeln. Mehr als ausgeglichen konnte man das letzte Viertel leider nicht gestalten. Auch die Presse in den letzten Spielminuten brachte nicht mehr den erhofften Schub und Herten schaukelte das Ding abgezockt mit 65:54 nach Hause.

 

Auch wenn es sich langsam wiederholt, war heute deutlich mehr drin. Wie schon Hassel und Erckenschwick war auch Herten heute in diese Konstellation absolut schlagbar. Leider versagte heute CBG in einem für die Shooter optimalen Spiel kollektiv von außen. Außerdem kamen die Rebounder in der Offensive gegen die enge Zone von Herten nie in Stellung und die Anzahl der Offensivrebounds kann man heute an einer Hand abzählen. Dennoch kann man der Mannschaft insgesamt keine großen Vorwürfe machen etwas grundsätzlich falsch gemacht zu haben. Im Gegensatz zum Spiel gegen Erckwenschwick verfiel man nicht in Panik beim Rückstand, spielte weiterhin ruhig weiter und kämpfte sich so wieder ran. Auch war es richtig die Würfe von außen weiterhin zu nehmen, da es in der Zone kaum Lücken gab, die man hätte nutzen können. Es gibt einfach so Tage, wo der Korb von außen wie zugenagelt ist. Heute war so einer und die miese Trefferquote zog sich durch das gesamte Team. Und es gab auch durchaus sehr positive Signale heute. Das Duo Sahil/Boukert konnte einige Male in Offense und Defense überzeugen und macht Lust auf mehr. Außerdem funktionierte die Zonenverteidigung von CBG im zweiten Viertel schon deutlich besser, die Abstimmung und die Rotation wurden besser und man zwang den Gegner zu vielen schwierigen Aktionen. Leider, leider nutzte der eiskalte und routinierte Gegner heute allerdings fast jede dieser Aktionen und war daher am Ende verdienter Sieger.

 

Damit hat CBG nun einen Sieg und drei Niederlagen auf dem Konto. Dass es eine Weile dauern wird, bis das neue Team zusammengewachsen ist, war vor der Saison jedem klar. Es fehlt eigentlich nur noch eine Initialzündung, um den nächsten Sieg einzufahren. Die nächste Chance dafür ist am kommenden Sonntag, 09.10. Im letzten Spiel vor der Herbstpause trifft CBG um 16 Uhr in eigener Halle auf die BG Dorsten 2. Der Mit-Absteiger aus der Bezirksliga hat bisher alle seine drei Spiele gewonnen. Im letzten Jahr konnte CBG Dorsten noch schlagen. Vielleicht klappt es ja jetzt wieder und CBG kann den ersten Heimsieg feiern!

Aufstellung

Name PKT FW% 3er F
1540% (2/5)31
1350% (3/6)2
82
875% (3/4)1
62
23
21
1